Wohin gehört ein kompletter, nicht mehr benötigter Zeichenblock – Altpapier, Gelber Sack oder Restmüll?
Was tun: In der Regel in das Altpapier geben: unbeschichtete Papierseiten und Kartonrücken gehören in die blaue/gelbe Papiertonne. Entfernen Sie separat sichtbare Plastikfolien, Kunststoffbeschichtungen und Metallspiralen – diese gehören nicht ins Altpapier. Stark verschmutzte oder mit Öl-/Acrylfarbe belegte Blätter lieber in den Restmüll oder zu einer Schadstoffsammelstelle bringen.
Warum: Recyclinganlagen verarbeiten sauberes Papier; Fremdstoffe stören die Sortierung. Regional können Abfallsatzungen abweichen – manche Kommunen verlangen das Vorentfernen von Metallspiralen oder behandeln dünne Kartonumschläge anders.
Woraus besteht ein Zeichenblock typischerweise (Papierart, Rückenkarton, Klebe- oder Spiralbindung, Kunststoffbeschichtungen)?
Was tun: Prüfen Sie Materialaufbau: meist besteht der Block aus normalem Zeichenpapier (verschiedene Grammaturen), einem Kartonrücken, und einer Klebe- oder Metallspirale. Manche Deckblätter sind plastikbeschichtet oder lackiert. Trennen Sie, was einfach zu lösen ist (Deckel, Rückenkarton) und entsorgen Sie die Teile passend.
Warum: Unterschiedliche Materialien brauchen unterschiedliche Entsorgung: Papier/Karton ins Altpapier, Metallspirale ins Metallrecycling bzw. Wertstoffhof, plastikbeschichtete Teile in den Gelben Sack/Verpackungen. Herstellerangaben oder Recycling-Symbole helfen bei der Einordnung.
Muss ich Metallspirale, Büroklammern oder Klammern vor dem Recycling entfernen – und wohin damit?
Was tun: Entfernen Sie größere Metallspiralen und größere Mengen an Büroklammern vor der Abgabe ins Altpapier. Kleine vereinzelte Heftklammern stören weniger und können oft im Altpapier bleiben. Gesammeltes Metall (Spiralen, größere Klammern) zum Wertstoffhof oder in die Altmetallsammlung geben.
Warum: Metall kann Papieraufbereitungsmaschinen beschädigen und bei der Weiterverarbeitung stören. Die meisten Kommunen tolerieren einzelne Heftklammern, aber größere Metallanteile gehören zur Metallfraktion. Regionale Entsorgungsregeln können variieren.
Wie entsorge ich Seiten mit Farbe/Leim/Ölkreide oder stark verschmutzte Blätter (Acryl, Öl, Filzstift)?
Was tun: Leicht verschmutzte Seiten (Bleistift, Schwache Wasserfarbe) ins Altpapier. Stark verschmutzte Blätter mit Acryl- oder Ölfarben, öligen Medien oder Lösungsmitteln in den Restmüll geben oder zur Schadstoffsammelstelle bringen, besonders wenn Farben lösungsmittelbasiert sind.
Warum: Farbe und Leim können die Papierfasern und den Recyclingprozess verunreinigen; Ölfarben und Lösungsmittel gelten oft als problematische Abfälle. Filzstift-Tinte kann zum Teil mitverarbeitet werden, bei größeren Flächen jedoch Ausschlussgrund sein. Kommunale Vorgaben sind unterschiedlich – im Zweifel bei der Abfallberatung nachfragen.
Sind die Deckel/Rückseiten (Karton, Pappe, plastikbeschichtet) getrennt zu entsorgen und wo genau?
Was tun: Trennen Sie Deckel und Rückseiten: Unbeschichteter Karton/Pappe in das Altpapier; plastikbeschichtete oder lackierte Deckel in den Gelben Sack/ die Wertstofftonne. Wenn Deckel stark mit Farbe oder Kunststofflaminaten versehen sind, in den Restmüll geben oder fachgerecht entsorgen.
Warum: Recyclingströme verlangen sortenreines Material. Beschichtete Kartons sind als Verbundmaterial nicht papierrecyclingfähig und werden über die Verpackungsrücknahme für Kunststoffe erfasst. Regionale Sammelsysteme können die konkrete Zuordnung verändern.
Enthalten Zeichenblöcke Schadstoffe oder Materialien, die besondere Entsorgungsvorschriften erfordern?
Was tun: Prüfen Sie auf bedenkliche Inhalte: Seiten mit Lösungsmittelhaltigen Farben, Lösungsmittelklebern, ölhaltigen Medien oder Chemiepads gehören nicht ins Altpapier, sondern zur Schadstoffsammlung/Problemstoffannahme. Metallspiralen und größere Metallteile zum Altmetall.
Warum: Die meisten Zeichenblöcke sind unbedenklich papierbasiert. Gefährlich werden sie nur durch Zusätze (lösemittelhaltige Farben, starke Kleber, chemische Beschichtungen). Lokale Regelungen zur Problemstoffsammlung unterscheiden sich – informieren Sie sich bei Ihrer Kommune.
Gibt es einen finanziellen Wert oder Rücknahmesysteme für alte Zeichenblöcke (Geld, Pfand, Sammlungen)?
Was tun: Erwartung: kein Pfand oder Geldwert. Spenden oder Weitergeben (Schulen, Kindergärten, Secondhand, Online-Plattformen) ist meist sinnvoller. Größere Mengen reines Altpapiers werden kommunal kostenfrei abgeholt; für größere Mengen kann der Wertstoffhof manchmal Entgelte oder Gutschriften anbieten.
Warum: Papier hat keinen Pfandmechanismus. Recycling ist meist öffentlich finanziert; nur minderwertige oder stark verschmutzte Mengen verursachen Gebühren. Für künstlerisch hochwertige Blätter können Flohmarkt/Online-Verkauf Ertrag bringen, doch das ist selten.
Wie kann ich Zeichenblöcke am besten wiederverwenden, spenden oder umweltfreundlich upcyceln statt wegzuwerfen?
Was tun: Wiederverwenden: losgetrennte Blätter als Notizzettel, Skizzenpapier, Geschenkpapier oder für Collagen nutzen. Spenden an Schulen, Kindergärten, soziale Einrichtungen. Upcycling-Ideen: Papiermache, Notizbücher nachbinden, Umschläge basteln, Kartonrücken als Schneidunterlage.
Warum: Verlängerte Nutzung spart Ressourcen und vermeidet Entsorgung. Papier lässt sich oft einfach weiterverwenden, solange es sauber ist. Bei größeren Mengen lohnt eine Sammlung für gemeinnützige Organisationen. Regionale Tausch- oder Freecycle-Gruppen erleichtern Weitergabe.