Wohin gehört ein altes Verlängerungskabel – Wertstoffhof, Händler‑Rücknahme oder irgendwo anders?
- Praktisch: Bringen Sie das Kabel zum lokalen Wertstoffhof/Recycler oder geben Sie es bei der Händler‑Rücknahme ab (bei Neukauf oder großen Händlern). Viele kommunale Sammelstellen nehmen Elektrokabel kostenlos an.
- Alternativen: Funktionstüchtige Kabel spenden oder weitergeben (Flohmarkt, Sozialkaufhaus, Repair‑Café, Online‑Tauschbörsen).
Hintergrund: Verlängerungskabel gelten meist als Elektro‑Altgerät und sollten nicht in den Restmüll. Händler mit großer Verkaufsfläche bieten häufig kostenlose Rücknahme an. Regionale Unterschiede bestehen: Manche Städte verlangen Abgabe am Recyclinghof, andere bieten Sperrmüllabholung oder Sammelaktionen.
Darf ich ein Verlängerungskabel in den Hausmüll (Restmüll) werfen?
- Praktisch: Nicht empfohlen – bringen Sie das Kabel zum Wertstoffhof oder zur Händler‑Rücknahme.
- Wenn keine Alternative: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Kommune; manche Gemeinden erlauben kleine Kabel im Restmüll, andere behandeln sie als Elektronikabfall und verbieten die Entsorgung über den Hausmüll.
Hintergrund: Elektrogeräte im Restmüll gehen verloren für Recycling und können Schadstoffe freisetzen. ElektroG und kommunale Satzungen zielen darauf ab, Elektroaltgeräte getrennt zu sammeln. Vermeiden Sie auf jeden Fall Verbrennen oder illegale Entsorgung, da das Umwelt- und Gesundheitsrisiken erhöht.
Fällt ein Verlängerungskabel unter das Elektro‑ und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) und gibt es Rücknahmepflichten für Händler?
- Praktisch: Ja — Verlängerungskabel werden in der Regel als Elektroaltgeräte behandelt. Geben Sie sie beim Händler oder Recyclinghof ab; Händler mit großer Verkaufsfläche müssen in vielen Fällen Rücknahme anbieten.
- Beim Neukauf: Fragen Sie nach „Altgerät mitbringen“ – viele Händler nehmen alte Geräte kostenlos zurück, insbesondere bei gleicher Produktart.
Hintergrund: Das ElektroG verpflichtet zur getrennten Sammlung und fachgerechten Entsorgung von E‑Geräten. Händler mit einer bestimmten Verkaufsfläche (z. B. >400 m²) haben oft Pflichten zur Rücknahme. Regionale Unterschiede und Ausnahmeregeln sind möglich; informieren Sie sich bei Ihrem Händler oder der Kommunalverwaltung.
Enthält ein Verlängerungskabel gefährliche Stoffe (z. B. PVC, Weichmacher, halogenierte Flammhemmer) und stellt das ein Umwelt-/Gesundheitsrisiko dar?
- Praktisch: Gehen Sie davon aus, dass Kabel Materialien wie PVC und evtl. Weichmacher enthalten. Geben Sie sie deshalb zur fachgerechten Entsorgung ab, statt zu verbrennen oder auf die Deponie zu bringen.
- Bei beschädigten, ausgeglühten oder verschmorten Kabeln: Besonders sorgfältig entsorgen, da sich Schadstoffe freisetzen können.
Hintergrund: Viele Kabel haben eine Kunststoffisolierung (häufig PVC) und manchmal halogenierte Flammschutzmittel. Solange Kabel intakt sind, ist das direkte Gesundheitsrisiko im Alltag gering. Beim Verbrennen, unsachgemäßer Entsorgung oder bei Großmengen können jedoch gefährliche Stoffe freigesetzt werden; deshalb Recycling und getrennte Sammlung wichtig sind.
Lohnt sich das Recycling finanziell für mich (z. B. Kupferwert) oder ist der Erlös vernachlässigbar?
- Praktisch: Für einzelne Haushaltskabel ist der finanzielle Erlös meist vernachlässigbar — bringen Sie sie trotzdem zum Recyclinghof wegen Umwelt- und Rohstoffschutz.
- Bei größeren Mengen: Wenn Sie viele Kabel oder größere Quoten an Kupfer haben, kann Sammeln und Verkauf an einen Schrottpunkt lohnend sein.
Hintergrund: Das Kupfer im Kabel hat einen Materialwert, aber bei einzelnen kleinen Verlängerungskabeln deckt der Erlös kaum Aufwand. Das Recycling rechnet sich vor allem ökologisch: Rohstoffe werden zurückgewonnen, Verbrennung und Deponie vermieden. Regionale Pfand- oder Schrottpreise beeinflussen den möglichen Erlös.
Wie sollte ich das Kabel vor der Entsorgung vorbereiten (Stecker entfernen, aufwickeln, Kennzeichnung, Defekte Teile trennen)?
- Praktisch: Kabel ordentlich aufwickeln, lose bündeln (evtl. mit einem Kabelbinder) und Schmutz entfernen. Stecker normalerweise dranlassen — die meisten Sammelstellen verarbeiten komplette Kabel schneller.
- Bei eingebauten elektronischen Teilen (Überspannungsschutz, Schalter): Trennen oder kennzeichnen und als Elektronikschrott abgeben.
Hintergrund: Recyclinghöfe bevorzugen sortierbare, unbeschädigte Kabel. Stecker müssen in der Regel nicht entfernt; bei einigen Sammelstellen ist das Entfernen erwünscht, wenn sie getrennte Metallfraktionen wollen. Schneiden Sie Kabel nicht in viele kleine Stücke, das erschwert die Sortierung. Informieren Sie sich vorab beim Wertstoffhof.
Kann ich ein funktionstüchtiges Verlängerungskabel spenden, weitergeben oder reparieren statt es zu entsorgen?
- Praktisch: Ja — spenden oder weitergeben ist erste Wahl: Second‑hand‑Läden, Sozialkaufhäuser, Nachbarschaftsplattformen oder Repair‑Cafés nehmen funktionsfähige Kabel gern.
- Reparatur: Kleinere Schäden (z. B. kaputte Steckverbindungen) sollten nur von fachkundiger Person repariert werden; Safety first — bei beschädigter Isolierung besser ersetzen.
Hintergrund: Wiederverwenden spart Ressourcen und ist oft die umweltfreundlichste Option. Achten Sie bei Weitergabe auf Sicherheit: Stecker, Isolierung und Leitfähigkeit müssen intakt sein. Reparaturen nur sachgemäß durchführen oder abgeben; unsachgemäße Reparaturen erhöhen Brand- und Stromschlagrisiko.
Gibt es Besonderheiten bei Verlängerungskabeln mit Überspannungsschutz, Schalter oder elektronischen Bauteilen – müssen diese separat entsorgt werden?
- Praktisch: Ja — Kabelleisten mit Überspannungsschutz, EMI‑Filtern, Schaltern oder eingebauter Elektronik sind Elektroaltgeräte und sollten separat beim Recyclinghof oder Händler abgegeben werden.
- Vorbereitung: Markieren Sie solche Geräte, wickeln Sie sie getrennt und erwähnen Sie die enthaltene Elektronik beim Abgeben.
Hintergrund: Bauteile wie Varistoren, Kondensatoren oder LEDs enthalten elektronische Komponenten und manchmal schadstoffhaltige Teile. Deshalb gelten sie als ElektroG‑pflichtig und müssen fachgerecht recycelt werden. Unterschiede können regional sein, fragen Sie bei Ihrem Wertstoffhof nach gesonderter Annahme.