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Sicherungskästen

Wo entsorge ich meinen alten Sicherungskasten richtig (Wertstoffhof, Elektroschrottsammlung, Händler)?

Was tun: Bringen Sie den ausgebauten, spannungsfreien Sicherungskasten zum örtlichen Wertstoffhof/Umweltzentrum oder zu einer Elektroschrott-Sammlung. Manche Kommunen haben separate Elektroaltgerätesammlungen. Händler/Hersteller nehmen nur in bestimmten Fällen Altgeräte zurück (z. B. beim Neukauf oder nach ElektroG-Regelungen). Vorher kurz beim Wertstoffhof anrufen, um Annahmebedingungen zu klären.

Warum: Sicherungskästen gelten als Elektroaltgeräte und müssen fachgerecht recycelt werden (Metalle, Kunststoffe, Elektronik). In einigen Regionen übernehmen kommunale Entsorger Abholungen oder haben Sondertermine. Ausnahme: Bei sehr alten Anlagen mit gefährlichen Stoffen kann gesonderte Entsorgung erforderlich—fragen Sie die Abfallberatung.

Kann ich den Sicherungskasten selbst ausbauen, oder muss ein Elektriker das machen?

Was tun: Lassen Sie das Trennen vom Netz und den Ausbau des Sicherungskastens immer von einem zugelassenen Elektriker durchführen. Der Elektriker schaltet ab, trennt den Anschluss an das Hausnetz und entfernt Fehlerstrom- und Hauptsicherungen fachgerecht. Trennen von Zusatzkabeln oder Demontage kleiner Teile nur nach Freischaltung.

Warum: Arbeiten an elektrischen Anlagen sind gefährlich (Stromschlag, Feuer) und gesetzlich oft nur für Elektrofachkräfte vorgesehen. Außerdem stellt ein Elektriker sicher, dass der Wechsel rechtssicher dokumentiert wird (z. B. Abnahmeprotokoll). Ausnahmen: Sehr einfache Abdeckungen/Türen können Sie nur nach Spannungsfreiheit und in Absprache entfernen, besser bleiben lassen.

Besteht beim alten Sicherungskasten eine Gefahr (Stromschlag, giftige Stoffe wie PCB, Quecksilber o.ä.)?

Was tun: Gehen Sie davon aus, dass ein angeschlossener Kasten lebensgefährlich sein kann — berühren Sie nichts unter Spannung. Lassen Sie den Elektriker Spannungsfreiheit herstellen. Informieren Sie ihn, wenn der Kasten sehr alt ist (Baujahr vor 1980/1990).

Warum: Gefahren: Stromschlag bei noch angeschlossenen Leitungen; ältere Bauteile können Schadstoffe enthalten (PCB in Kondensatoren, Quecksilber in Schaltern, bromierte Flammschutzmittel). Moderne Sicherungskästen enthalten meist nur gering belastbare Kunststoffe und Metalle. Bei Verdacht auf gefährliche Altstoffe wird eine gesonderte Entsorgung empfohlen—regional unterschiedlich geregelt.

Kann ich den Sicherungskasten in den Gelben Sack oder Restmüll werfen?

Was tun: Werfen Sie den Sicherungskasten nicht in den Gelben Sack oder Restmüll. Bringen Sie ihn zur Elektroschrott-Sammlung, Wertstoffhof oder zu einer kommunalen Sammelstelle für Elektroaltgeräte.

Warum: Elektrische Bauteile und Metalle dürfen nicht über den Haushaltsmüll entsorgt werden, da sie wieder- und weiterverwertbare Metalle und potenziell gefährliche Elektronik enthalten. Der Gelbe Sack ist nur für Verpackungen. Bei Missachtung drohen Bußgelder; regionale Abfallbehörden geben verbindliche Hinweise und Abgabestellen.

Welche gesetzlichen Vorgaben und Pflichten gelten für die Entsorgung von Sicherungskästen (z. B. ElektroG, Rücknahme, Nachweispflichten)?

Was tun: Informieren Sie sich bei Ihrer Kommune und dem Elektroinstallateur über Pflichten. Als Privathaushalt geben Sie Altgeräte meist beim Wertstoffhof oder Händler ab; bei Gewerbe/Handwerk müssen Hersteller- und Entsorgungsnachweise oft dokumentiert werden.

Warum: Das ElektroG verpflichtet zur getrennten Sammlung und umweltgerechten Verwertung von Elektroaltgeräten. Hersteller haben Rücknahmepflichten; Gewerbliche Betreiber müssen Nachweise über ordnungsgemäße Entsorgung führen. Für fest installierte Anlagen können zusätzliche Vorgaben der Bauordnung oder des Netzbetreibers gelten—regionale Unterschiede möglich.

Wie bereite ich den Sicherungskasten für die Entsorgung vor (Kabel, Anbauteile, Sicherungen entfernen)?

Was tun: Lassen Sie den Elektriker zuerst spannungsfrei schalten. Entfernen Sie dann gemeinsam mit dem Elektriker abnehmbare Kleinteile wie Sicherungen, Schutzschalter, Messgeräte oder Zähler (letztere meist vom Netzbetreiber). Kabelreste können abgeschnitten werden, müssen aber spannungsfrei sein.

Warum: Durch fachgerechte Vorbereitung können Wertstoffe besser getrennt und kontaminierte Bauteile erkannt werden. Manche Einbauten (z. B. Zähler, Hauptschalter) gehören nicht zur Entsorgung durch den Verbraucher, sondern zum Netzbetreiber. Regional kann der Wertstoffhof verlangen, dass das Gerät komplett und vom Netz getrennt angeliefert wird.

Aus welchen Materialien besteht ein Sicherungskasten (Kunststoff, Kupfer, Eisen, Elektronik) und wie werden diese recycelt?

Was tun: Geben Sie den Kasten zur Recyclingstelle; diese sortiert und trennt Materialien mechanisch und thermisch. Kupfer und Stahl werden dem Metallrecycling zugeführt, Kunststoffe werden nach Typ getrennt und stofflich/verwertet, elektronische Komponenten werden fachgerecht behandelt.

Warum: Ein typischer Sicherungskasten enthält Kunststoffgehäuse, Kupfer-Busleisten, Stahlelemente, Leiterplatten und Bauelemente. Recycling reduziert Rohstoffbedarf und Schadstofffreisetzung. Elektronik wird in spezialisierten Anlagen dekontaminiert und wertvolle Metalle extrahiert. Die Trennung erhöht Recyclingquoten und ist ökologisch sinnvoll.

Hat der Sicherungskasten einen materiellen Wert (Kupfer/Schrottwert) — kann ich dafür Geld bekommen?

Was tun: Fragen Sie bei lokalen Schrotthändlern oder dem Wertstoffhof nach Ankaufsmöglichkeiten, nachdem der Kasten fachgerecht spannungsfrei gemacht wurde. Viele Recyclinghöfe nehmen das Gerät kostenlos an; Schrotthändler zahlen nur für verwertbare Metalle nach Gewicht und Reinheit.

Warum: Der reine Materialwert ist meist gering, da die Menge an Kupfer begrenzt ist und Kunststoff/Elektronik wenig Ankaufwert bringen. Für große ältere Schaltschränke mit viel Kupfer kann es lukrativer sein. Beachten Sie, dass manches Material wegen Gefahrenstoffen getrennt behandelt werden muss, was den Preis mindert.

Brauche ich für den Austausch oder die Entsorgung des Sicherungskastens Dokumente oder Nachweise (z. B. bei Hausverkauf, Modernisierung)?

Was tun: Heben Sie Abnahme- und Prüfprotokolle des Elektrikers auf (z. B. Freischaltbestätigung, Übergabe-/Abnahmeprotokoll). Bei Modernisierung oder Hausverkauf legen Sie die Dokumente dem Käufer oder Netzbetreiber vor; ggf. fordern Banken/Versicherer Nachweise.

Warum: Für den Austausch sind Abnahmeprotokolle und Prüfungen (z. B. nach DIN VDE) wichtig, um Betriebssicherheit und Haftungsfragen zu klären. Haushalte haben normalerweise keinen formalen Entsorgungsnachweis nötig, Gewerbe und Bauträger müssen oft Entsorgungsnachweise führen. Regionale und vertragliche Vorgaben können abweichen—fragen Sie Ihren Elektriker und die lokale Behörde.