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Router

Wohin bringe ich meinen alten Router am einfachsten zur richtigen Entsorgung?

Praktisch: Bring den Router zum städtischen Wertstoffhof oder zur Schadstoff-/Elektrosammelstelle Ihrer Gemeinde. Viele Elektrofachhändler mit Rücknahmepflicht (große Filialen) nehmen Altgeräte kostenlos zurück. Manche Internetanbieter bieten Rücksendungen an, besonders wenn das Gerät vom Anbieter stammt. Kleinere Reparatur- oder Second‑Hand‑Läden, Repair‑Cafés oder gemeinnützige Re‑Use‑Zentren nehmen funktionsfähige Geräte gern an.

Hintergrund: Router gelten als Elektronikschrott und fallen unter das ElektroG. Regional können Annahmeorte und Öffnungszeiten variieren; einige Kommunen verlangen Terminvereinbarung. Achten Sie auf Hinweise des Herstellers oder Ihres Providers, vor allem bei Leihgeräten — diese müssen oft an den Anbieter zurückgegeben werden.

Darf ich den Router in den Hausmüll/Restmüll werfen?

Praktisch: Nein — Router dürfen in Deutschland nicht in den Hausmüll. Geben Sie das Gerät bei einem Wertstoffhof, einer Händler-Rücknahme oder einem kommunalen Sammelpunkt ab. Wenn der Router sehr klein ist, gilt trotzdem: elektronisches Gerät = Elektroschrott.

Hintergrund: Nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) ist die Entsorgung über den Restmüll verboten, weil wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und Schadstoffe fachgerecht behandelt werden müssen. Ausnahmen gibt es kaum; nur bei speziellen kommunalen Regeln oder in Notfällen fragen Sie die örtliche Abfallbehörde.

Wie lösche ich sicher alle persönlichen Daten und Einstellungen auf dem Router?

Praktisch: Erstellen Sie zuerst ein Backup falls gewünscht, dann führen Sie einen Werksreset durch (Reset‑Taste oder Web‑Interface). Entfernen Sie SIM‑ und SD‑Karten, notieren und löschen Sie gespeicherte WLAN‑Passwörter und Zugangsdaten. Falls möglich, laden Sie anschließend eine neue Firmware oder setzen Sie die Zugangsdaten neu, um Reste zu überschreiben.

Hintergrund: Ein Werksreset löscht Konfiguration und Zugangsdaten, aber Flash‑Speicher kann Reste behalten. Für besonders sensible Daten können Sie mit Hersteller‑Tools per SSH/FTP Konfigdateien manuell löschen oder das Gerät physisch vernichten. Bei Leihgeräten muss oft der Anbieter die Rücksetzung bestätigen. Keine Garantie auf 100%ige Löschung ohne spezielle Maßnahmen.

Nehmen Internetanbieter oder Elektrofachhändler alte Router zurück — welche Rücknahmepflichten gelten in Deutschland (ElektroG)?

Praktisch: Große Elektronikmärkte mit mehr als 400 m² Verkaufsfläche müssen Altgeräte bei Neukauf kostenlos zurücknehmen (eine‑zu‑eins‑Rückgabe). Anbieter/Hersteller betreiben zudem Sammelsysteme; viele Internetprovider haben Rücksendemöglichkeiten für von ihnen gelieferte Geräte. Fragen Sie den Händler oder Provider bei Vertragsende nach Rückgabeoptionen.

Hintergrund: Das ElektroG verpflichtet Hersteller zur Finanzierung des Rücknahmesystems; Händler haben teilweise Rücknahmepflichten je nach Größe und Sortiment. Kleinere Händler sind nicht immer verpflichtet. Bei Leihgeräten oder gemieteter Hardware regelt der Vertrag die Rückgabe — häufig müssen diese Geräte an den Anbieter zurückgegeben werden.

Müssen Netzteil, Kabel, eingelegte Akkus, SIM‑ oder SD‑Karten getrennt entsorgt werden?

Praktisch: Ja. Entfernen Sie Akkus (sofern vorhanden) und geben Sie diese zur Batteriesammelstelle. SIM‑ und SD‑Karten entfernen und sicher löschen bzw. physisch zerstören bei sensiblen Daten, danach zur Elektrosammlung oder zum Restmüll für Kleinteile, sofern kommunal erlaubt. Netzteil und Kabel gehören zur Elektro‑Rücknahme (Wertstoffhof, Händler).

Hintergrund: Batterien und Akkus unterliegen eigenen Rücknahmeregeln (Batteriegesetz) und dürfen nicht in den Restmüll. Kabel und Netzteile zählen als Elektronik, enthalten aber wertvolle Metalle. Manche Sammelstellen verlangen getrennte Abgabe; lokale Unterschiede möglich — prüfen Sie die Hinweise Ihres Wertstoffhofs.

Kann ich den Router spenden oder weiterverkaufen statt ihn zu recyceln?

Praktisch: Ja — wenn das Gerät funktioniert, können Sie es nach Reset und Entfernen persönlicher Daten spenden (Sozialkaufhäuser, Schulen, Vereine) oder auf Plattformen wie eBay Kleinanzeigen/Marktplätzen verkaufen. Kennzeichnen Sie Zustand und ob Firmware aktuell ist. Geben Sie bei Leihgeräten Vertrags‑ oder Eigentumsstatus an.

Hintergrund: Wiederverwendung spart Ressourcen und ist oft besser als Recycling. Manche Organisationen akzeptieren nur bestimmte Modelle oder getestete Geräte. Beachten Sie Vertragsbedingungen: Provider‑Geräte müssen meist zurückgegeben werden. Defekte Geräte können Reparatur‑Cafés als Ersatzteilspender dienen.

Enthält ein Router umwelt- oder gesundheitsgefährdende Stoffe, auf die ich achten muss?

Praktisch: Praktisch besteht bei normalem Umgang keine akute Gesundheitsgefahr. Wichtiger Hinweis: Nicht mit offener Flamme verbrennen oder in Hausmüll werfen. Geben Sie alte Geräte für fachgerechtes Recycling ab, damit gefährliche Bestandteile korrekt entsorgt werden.

Hintergrund: Router enthalten Leiterplatten, Kunststoffe mit Flammschutzmitteln (bromierte Verbindungen), Metalle (Kupfer, kleine Mengen Gold), Lötzinn (historisch Pb‑haltig) sowie Kondensatoren mit Elektrolyt. Unsachgemäße Entsorgung kann Umwelt und Gesundheit schaden; Recycling trennt und behandelt diese Stoffe fachgerecht. Sehr alte oder beschädigte Geräte können höhere Schadstoffanteile haben.

Hat Recycling oder Verkauf meines Routers einen nennenswerten Geldwert?

Praktisch: Meist nur ein geringer Geldwert — für Privatrouter gibt es selten hohe Rückkaufpreise. Verkauf lohnt sich, wenn das Gerät relativ neu oder technisch interessant ist (Mesh, Profi‑Router). Recycling zahlt normalerweise kein Geld; Wertstoffe werden jedoch zurückgewonnen. Für hochwertige Business‑Router kann ein Verkauf lohnend sein.

Hintergrund: Rohstoffwerte pro Gerät sind gering; Recycler rechnen Materialkosten und Logistik. Manchmal bieten Händler oder Hersteller Eintauschaktionen mit Gutschriften. Für besonders alte oder seltene Geräte zahlen Sammler mehr. Regionale Unterschiede und Marktpreise beeinflussen einen möglichen Verkaufserlös.