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Rasenmäher

Wie entsorge ich meinen alten Rasenmäher korrekt und legal?

  • Prüfen Sie den Typ: Elektro, Akku oder Benzin/Verbrenner.
  • Entfernen Sie Akku, Motoröl und Kraftstoff (siehe unten sicher entleeren).
  • Bringen Sie das Gerät zum örtlichen Wertstoffhof/Schadstoffhof oder zum Schrotthändler.
  • Für Elektro-/Akkugeräte gilt oft Rücknahmepflicht beim Händler (siehe Frage 2).

Warum: Elektrische Geräte fallen unter das ElektroG und dürfen nicht in den Hausmüll. Benzinmäher mit Flüssigkeiten gelten als gefährliche Abfälle. Regional können Abgabeorte/Termine variieren – informieren Sie sich bei Ihrer Kommune.

Kann ich einen Elektro‑ oder Akku‑Rasenmäher beim Händler zurückgeben (Rücknahmepflicht)?

  • Ja: Beim Neukauf muss der Händler Ihr altes gleichartiges Gerät zurücknehmen (1:1-Rückgabe).
  • Große Fachmärkte (meist >400 m²) sind verpflichtet, kleine Elektrogeräte bis 1 m³ kostenlos anzunehmen — auch ohne Neukauf.
  • Alternativ: Wertstoffhof oder kommunale Sammelstellen nutzen.

Warum: Das Elektrogesetz (ElektroG) regelt Rücknahmepflichten zur Recyclingquote. Kleinere Händler können ausgenommen sein; Online- und Versandhändler haben ebenfalls Pflichten. Akkus sind separat abzugeben (Batterierücknahme).

Wohin mit Benzin‑/Verbrenner‑Rasenmähern (mit Motoröl oder Kraftstoff) — Wertstoffhof, Schadstoffhof oder Sperrmüll?

  • Nicht in den Sperrmüll/Restmüll werfen, solange Öl/Kraftstoff enthalten sind.
  • Bringen Sie das Gerät zu Ihrem Schadstoff- oder Wertstoffhof; oft gibt es spezielle Annahme für motorisierte Gartengeräte.
  • Ist das Gerät vollständig entleert (keine Flüssigkeiten), nimmt manchmal der Schrotthändler oder Sperrmüll es an – vorher lokal abklären.

Warum: Motoröl und Kraftstoff sind umweltgefährlich und müssen getrennt gesammelt werden. Manche Kommunen haben Ausnahmen oder holen Maschinen im Sperrmüll ab, wenn sie trocken sind — prüfen Sie lokale Regeln.

Muss ich Akku, Öl, Benzin oder andere Flüssigkeiten vor der Abgabe entfernen/entleeren und wie mache ich das sicher?

  • Akku vor Abgabe entfernen und separat als Altbatterie abgeben; Pole ggf. isolieren (Klebeband).
  • Öl und Benzin nur bei kaltem Motor und im Freien ablassen; Sammelbehälter verwenden, keine offenen Kanister in Innenräumen.
  • Verwenden Sie eine Handpumpe oder Auffangbehälter; keine Benzinreste in Kanalisation oder Erde kippen.

Warum: Entfernen schützt vor Bränden und Umweltverschmutzung. Einige Wertstoffhöfe entleeren Geräte vor Ort — rufen Sie vorher an. Bei Lithium-Akkus keine mechanische Beschädigung, Batteriepole gegen Kurzschluss sichern.

Kann ich den Rasenmäher statt zu entsorgen reparieren, verschenken oder verkaufen?

  • Erst prüfen: Fehlersuche, Ersatzteilverfügbarkeit, Kosten-Vergleich zur Neuanschaffung.
  • Reparatur: Lokale Werkstatt, Hersteller-Service oder Repair-Café nutzen.
  • Verschenken/Verkaufen: Kleinanzeigen, Flohmarkt oder gemeinnützige Organisationen; Akku/Flüssigkeiten transparent angeben.

Warum: Reparieren und Weitergeben spart Ressourcen und Geld. Achtung: Geräte mit Leckagen oder defekten Akkus nicht bedenkenlos verschenken/verkaufen – Sicherheit geht vor. Manche Versicherungen/Haftungsfragen bei Weiterverkauf bitte beachten.

Besteht bei falscher Entsorgung Umweltgefahr (Batterien, Öl, Kraftstoffe) und welche Folgen hat das?

  • Ja: Batteriesäuren, Schwermetalle und Öl können Boden und Grundwasser kontaminieren.
  • Li-Ion-Akkus können bei Beschädigung Brände oder Explosionen auslösen.
  • Falsche Entsorgung kann Bußgelder nach sich ziehen und Reinigungs- bzw. Schadensersatzforderungen verursachen.

Warum: Schadstoffe verbleiben lange in der Umwelt und gefährden Mensch, Tiere und Trinkwasser. Die getrennte Sammlung und fachgerechte Entsorgung minimiert Risiken. Bei Verschmutzung Kommune informieren.

Woraus besteht ein Rasenmäher typischerweise und wie werden diese Teile recycelt?

  • Metallteile (Stahl/Alu): werden getrennt, geschreddert und in metallrecycling zurückgeführt.
  • Kunststoffe: sortiert und – je nach Typ – mechanisch oder energetisch verwertet.
  • Gummi (Räder), Kabel und Elektronik: Elektronik zu WEEE‑Recycling, Kabel zu Metall- und Kunststofffraktionen.
  • Akkus: spezialisierte Batterie-Recyclingbetriebe gewinnen Lithium, Nickel, Kobalt.

Warum: Durch Zerlegung und Schreddern werden Werkstoffe separiert und wiederverwertet. Komplexe Verbundteile oder verschmutzte Komponenten (mit Öl) können die Sortierung erschweren und landen ggf. in der thermischen Verwertung.

Hat der Rasenmäher einen Material‑ oder Pfandwert — lohnt sich das finanziell?

  • Metallischer Schrott hat einen Wert; reiner Stahlanteil bringt meist nur wenige Euro.
  • Nicht‑eisenhaltige Teile (Alu, Kupfer) erhöhen den Schrottpreis deutlich.
  • Batterien: Altbatterien geben Sie meist kostenlos ab; Schrotthändler zahlen selten extra für Li‑Ion, bei Bleibatterien kann es Vergütung geben.
  • Vorher Angebote beim lokalen Schrotthändler einholen; Einzelteile verkaufen (Motor, Akku) kann mehr bringen.

Warum: Wirtschaftliche Rentabilität hängt Materialmix und Gewicht ab. Für gewöhnliche Rasenmäher lohnt sich reine Schrottabgabe finanziell selten, außer bei hohem Kupfer-/Aluanteil oder funktionstüchtigen Teilen.