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Lineale

Wohin gehört ein Lineal – Gelbe Tonne/Gelber Sack, Restmüll, Altpapier oder zum Wertstoff-/Schadstoffhof?

Praktisch vorgehen: Prüfen Sie das Material. Kunststoff-Lineale gehören meist in die Restmülltonne oder in die kommunale Wertstofftonne, wenn Ihre Gemeinde Kunststoffgegenstände annimmt. Metall-Lineale in kleinen Mengen zum Metallcontainer beim Wertstoffhof oder Restmüll, größere Mengen zum Schrotthändler. Holzlineale meist in den Restmüll oder zum Wertstoffhof (nicht ins Altpapier, nicht in die Biotonne, wenn lackiert). PVC-haltige Lineale in der Regel Restmüll oder Wertstoffhof. Bei Unsicherheit: zum Wertstoffhof bringen.

Warum: Die Gelbe Tonne/der Gelbe Sack ist nur für Verkaufsverpackungen vorgesehen. Altpapier nimmt Papier, Karton und Kartonagen – kein Kunststoff, Metall oder beschichtetes Holz. Regionale Ausnahmen möglich: Manche Kommunen erlauben harte Kunststoffe in der Wertstofftonne; prüfen Sie lokale Abfallinformationen.

Ist ein Lineal überhaupt recyclingfähig und wie läuft das Recycling konkret ab?

Praktisch vorgehen: Trennen Sie wenn möglich verschiedene Materialien (siehe unten). Bringen Sie recyclierbare Teile (reine Kunststoffe, Metall) in die Wertstofftonne oder zum Wertstoffhof. Dort erfolgt Sortierung; Kunststoffteile werden sortiert, zerkleinert, gewaschen und zu Regranulat verarbeitet. Metall wird getrennt und eingeschmolzen.

Warum: Nicht alle Lineale sind gleich gut recyclebar. Reine Kunststoffe (z. B. PP, PS) können technisch recycelt werden; PVC ist problematischer wegen Chlor und Additiven. Beschichtete, bedruckte oder mehrschichtige Teile erschweren das Recycling. Kommunale Anlagen sortieren und verarbeiten nach Materialarten; getränkekartonähnliche oder gemischte Teile landen oft energetisch in der Müllverbrennung.

Aus welchen Materialien bestehen Lineale (Kunststoff, Holz, Metall, PVC) und wie erkenne ich das Material meines Lineals?

Praktisch vorgehen: Schauen Sie auf das Lineal – oft ist ein Recyclingzeichen oder Materialkürzel (z. B. PP, PS, PVC/PVCl) eingeprägt. Fühlt sich hart und leicht an = Kunststoff; flexibel und gummig = Kunststoff mit Weichmachern oder PVC; kalt und schwer = Metall; warm, porös, evtl. Maserung = Holz. Magnettest: Metallteile sind oft magnetisch (Stahl).

Warum: Hersteller verwenden verschiedene Kunststoffe (PS, PMMA/Acryl, PC) sowie PVC, Aluminium oder Stahl und Holz. PVC ist meist weicher und riecht chemisch bei Erwärmung. Wenn kein Zeichen vorhanden ist, hilft Gewicht, Haptik und Magnettest. Bei Unsicherheit empfiehlt sich die Abgabe am Wertstoffhof zur fachgerechten Einordnung.

Muss ich ein Lineal vor der Entsorgung in einzelne Teile (Metall, Kunststoff, Holz) trennen?

Praktisch vorgehen: Trennen Sie sichtbare, leicht lösbare Metallstreifen oder Federn vom Kunststoff- oder Holzteil. Entfernen Sie aufklebte Metallteile, Ösen oder Schrauben und geben Sie Metall separat zum Metallcontainer oder Wertstoffhof. Kleinere Kombinationen (feste Verklebungen) können in Restmüll, wenn Trennung nicht möglich ist.

Warum: Getrennte Materialien erhöhen Recycelquoten – Metall ist gut verwertbar, Holz und Kunststoff oft schwieriger zusammen. Stark verklebte, beschichtete oder mehrschichtige Teile sind technisch schwer zu trennen; die Recyclinganlage sortiert nach Möglichkeit, ansonsten erfolgt thermische Verwertung. Regionale Regelungen unterscheiden, wie viel Trennung erwartet wird.

Sind Lineale mit PVC, Weichmachern (z. B. Phthalaten) oder bedruckten/vergoldeten Flächen schadstoffhaltig und benötigen eine Sonderentsorgung?

Praktisch vorgehen: Kleine PVC-Lineale und Drucke können meist über den Restmüll entsorgt oder zum kommunalen Wertstoffhof gebracht werden. Bei stark kontaminierten, alten oder industriellen Produkten (große Mengen, erkennbare gefährliche Beschichtungen) fragen Sie den Schadstoffhof Ihrer Gemeinde.

Warum: Kleine Verbraucherartikel gelten meist nicht als Gefahrstoffe, obwohl PVC Chlor und manche Weichmacher enthalten kann. Phthalate sind gesundheitlich relevant, aber Einzel-Lineale stellen für die kommunale Entsorgung normalerweise keine Sonderabfälle dar. Sonderregelungen können bei sehr schadstoffhaltigen Produkten gelten; regionale Entsorgungsstellen beraten dazu.

Hat das Lineal einen materiellen oder finanziellen Verwertungswert (z. B. Metallanteile) oder bekomme ich dafür kein Geld?

Praktisch vorgehen: Trennen Sie Metallanteile und geben Sie größere Mengen Metall (z. B. mehrere Metall-Lineale) an den Schrotthändler oder Wertstoffhof. Einzelstücke bringen in der Regel kein Geld – kein direkter Marktwert für einzelne Lineale.

Warum: Metall lohnt sich ökonomisch erst bei größeren Mengen oder wertigen Materialien (Aluminium, Edelstahl). Ein einzelnes Metalllineal hat zu geringe Masse, um beim Schrotthändler bezahlt zu werden. Kunststoff- und Holzteile haben meist keinen Geldwert für Konsumenten; ihr Wert liegt im stofflichen Recycling, das zentral organisiert ist.

Kann ich ein Lineal besser weitergeben, spenden oder upcyceln statt es wegzuwerfen – und wie mache ich das praktisch?

Praktisch vorgehen: Prüfen Sie Zustand: intakte Lineale spenden an Schulen, Kindergruppen, Second-Hand-Läden oder über regionale Tauschplattformen. Upcycling-Ideen: Lesezeichen, Schablonen, Pflanzenmarken, Bastelmaterial oder als Führungsschiene beim DIY. Metalllineale lassen sich in Werkstätten weiterverwenden.

Warum: Weitergeben verlängert Lebensdauer und spart Ressourcen. Viele Lineale sind funktionstüchtig und für Schulen oder Bastelprojekte geeignet. Upcycling ist einfach und kreativ; selbst beschädigte Lineale können zerschnitten und für kreative Zwecke genutzt werden. Regional gibt es manchmal Sammelaktionen für Schulmaterialien.

Gibt es rechtliche Vorschriften oder Herstellerpflichten (z. B. Verpackungsgesetz, Elektro-/Gefahrstoffrecht), die für die Entsorgung von Linealen relevant sind?

Praktisch vorgehen: Für Lineale gelten überwiegend kommunale Abfallregeln. Verpackungsgesetz betrifft nur Verkaufsverpackungen, nicht das Produkt selbst. Elektrogesetz (ElektroG) und Batterieverordnung greifen nur bei elektrischen Geräten oder Batterien – nicht bei normalen Linealen. Bei unsicherem Material (gefährliche Stoffe) kontaktieren Sie den lokalen Schadstoffhof.

Warum: Herstellerpflichten beschränken sich meist auf Verpackungen und bestimmte Produktgruppen (z. B. Elektrogeräte). Lineale sind meist „gewöhnliche“ Gebrauchsgegenstände ohne spezielle Rücknahmepflicht. Ausnahmen: Sonderregelungen für gefährliche Inhaltsstoffe oder gewerbliche Abfälle. Lokale Entsorgungsordnungen legen die praktische Handhabung fest.