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Hörgeräte

Wie entsorge ich ein altes oder defektes Hörgerät richtig?

  • Praktisch: Entfernen Sie zuerst Batterien/Akkus und entsorgen Sie diese separat (siehe unten). Bringen Sie das Gerät zu Ihrem Hörgeräteakustiker, zum örtlichen Wertstoffhof (Problemstoffannahme) oder nutzen Sie Hersteller-/Rücknahmeprogramme.
  • Wenn Sie das Gerät nicht abgeben können, geben Sie es als Elektronikabfall (Elektroschrott) bei der kommunalen Sammelstelle ab – nicht in den Hausmüll.
  • Verpacken Sie das Hörgerät sicher, kennzeichnen Sie es ggf. als „Medizinprodukt“ und informieren Sie über entfernte Batterien.

Hintergrund: Hörgeräte sind elektronische Medizinprodukte mit wertvollen Metallen und Bauteilen, daher sollten sie fachgerecht recycelt werden. Manche Akustiker nehmen Geräte kostenlos zurück; regionale Regelungen können variieren.

Darf ich Hörgeräte in den Hausmüll werfen?

  • Praktisch: Nein — geben Sie Hörgeräte nicht in die Restmülltonne. Nutzen Sie Wertstoffhof, Händler- oder Hersteller-Rücknahme oder gebrauchte-Geräte-Programme.
  • Wenn kein Rückgabeweg möglich ist, wenden Sie sich an die kommunale Abfallberatung – viele Gemeinden haben spezielle Problemstoff-Sammlungen.

Hintergrund: Hörgeräte enthalten elektronische Bauteile und sollten als Elektroschrott behandelt werden. Die Entsorgung über den Hausmüll gefährdet Umwelt und Recyclingmöglichkeiten. Ausnahmen können in kleinen Gemeinden oder anderen Ländern gelten — prüfen Sie lokale Vorgaben.

Was muss ich mit den Batterien oder Akkus der Hörgeräte machen?

  • Praktisch: Entfernen Sie Batterien/Akkus vor der Abgabe des Hörgeräts. Gebrauchte Knopfzellen und Akkus bringen Sie zu Händler-Batterie-Sammelstellen, Supermärkten oder zum Wertstoffhof.
  • Bei Lithium-Akkus: Kontakte abkleben, kurzschlussgefährdete Teile schützen, niemals öffnen oder in Brand setzen.
  • Knopfzellen (Zink‑Luft, Silberoxid) gehören ebenfalls zu den Problemstoffen — nicht in Restmüll oder Gelbe Tonne.

Hintergrund: Batterien enthalten Schadstoffe (z. B. Quecksilber früher, heute weniger) und wertvolle Rohstoffe; sie unterliegen dem Batteriegesetz, daher sind Rückgabestellen vorgeschrieben. Regionale Sammelsysteme können leicht variieren.

Müssen Hörgeräteakustiker oder Hersteller alte Hörgeräte/Batterien zurücknehmen (gesetzliche Rücknahmepflicht)?

  • Praktisch: Fragen Sie Ihren Hörgeräteakustiker oder den Hersteller: viele bieten Rücknahme oder Rückruf-Aktionen an. Batterien müssen Händler/Hersteller gemäß Batteriegesetz zurücknehmen.
  • Wenn der Akustiker nicht annimmt, bringen Sie Geräte/Batterien zum kommunalen Recyclinghof oder zu autorisierten Sammelstellen.

Hintergrund: Für Batterien gibt es eine klare Rücknahmepflicht. Für kleine elektrische Geräte (inkl. Hörgeräte) gibt es Sammelpflichten nach Elektrogesetz, aber die konkrete Annahme kann je nach Vertriebsweg und Größe des Händlers unterschiedlich geregelt sein. Lokale Abfallbehörde gibt Auskunft.

Enthalten Hörgeräte umwelt- oder gesundheitsschädliche Stoffe (z. B. Schwermetalle, seltene Metalle)?

  • Praktisch: Behandeln Sie Hörgeräte als Elektroschrott – geben Sie sie fachgerecht ab, damit schädliche Stoffe korrekt recycelt werden.
  • Entfernen Sie vorher Batterien/Akkus und entsorgen Sie diese getrennt.

Hintergrund: Hörgeräte enthalten elektronische Bauteile, Leiterplatten und gelegentlich kleine Mengen an Schwermetallen oder seltenen Metallen in Kontakten und Lötstellen. Moderne Geräte unterliegen RoHS‑Beschränkungen, dennoch sind Recycling und fachgerechte Entsorgung wichtig, um Umwelt- und Gesundheitsgefahren zu vermeiden und Rohstoffe zurückzugewinnen.

Haben alte Hörgeräte einen materiellen Wert oder kann ich dafür Geld bekommen?

  • Praktisch: Fragen Sie den Hörgeräteakustiker nach Ankaufs‑ oder Rückkaufangeboten; suchen Sie nach Recycling‑ oder Ankaufsprogrammen online.
  • Für hochwertige oder neuwertige Geräte gibt es gelegentlich Ankäufer oder Spendenprogramme, die einen kleinen Betrag zahlen oder Aufarbeitungs‑Programme anbieten.

Hintergrund: Der Materialwert einzelner Hörgeräte ist meist gering, weil nur kleine Mengen Edelmetalle enthalten sind. Wertvoller sind funktionierende Geräte für Wiederverwendung/Refurbishment. Manche Wohltätigkeitsorganisationen nehmen Geräte an oder es gibt Handels‑/Inzahlungnahmeangebote beim Kauf eines neuen Geräts. Regionale Angebote variieren stark.

Kann ich mein Hörgerät reparieren, wiederverwenden oder spenden statt es zu entsorgen?

  • Praktisch: Wenden Sie sich zuerst an Ihren Akustiker für Reparatur oder Aufbereitung. Fragen Sie nach Refurbishment‑Programmen oder Spendenstellen (Hilfsorganisationen, Second‑hand‑Projekte).
  • Vor Spende: Gerät hygienisch reinigen lassen, Batterien entfernen, Geräte zurücksetzen bzw. entkoppeln.

Hintergrund: Reparatur ist oft möglich und ökologisch sinnvoll. Viele NGOs und gemeinnützige Projekte sammeln und überarbeiten Hörgeräte für bedürftige Personen. Beachten Sie Hygiene- und medizinrechtliche Vorgaben bei Wiederverwendung; manche Länder oder Organisationen haben zusätzliche Prüfanforderungen.

Gibt es Datenschutzrisiken (z. B. gespeicherte Einstellungen oder Aufnahmen) beim Entsorgen von Hörgeräten?

  • Praktisch: Setzen Sie das Gerät auf Werkseinstellungen zurück, koppeln Sie Bluetooth und entfernen Sie alle Verknüpfungen mit Apps. Bitten Sie Ihren Akustiker um professionelle Datenlöschung, wenn möglich.
  • Wenn Sie unsicher sind, übergeben Sie das Gerät persönlich an den Akustiker oder den Hersteller zur Löschung.

Hintergrund: Die meisten Hörgeräte speichern primär technische Einstellungen, selten Sprachaufnahmen. Bei Geräten mit Smartphone‑Anbindung können jedoch Logdaten oder Verbindungsinformationen vorhanden sein. Eine Rücksetzung schützt Ihre Privatsphäre. Ältere analoge Geräte haben kaum digitale Daten.

Wo finde ich die nächstgelegenen Annahmestellen oder verlässliche Informationen zur korrekten Entsorgung?

  • Praktisch: Suchen Sie die Website Ihrer Stadt/Gemeinde (Abfallwirtschaft) nach „Problemstoff“, „Wertstoffhof“ oder „Elektroschrott“. Fragen Sie Ihren Hörgeräteakustiker oder Hersteller nach Rücknahme.
  • Für Batterien: Supermärkte, Elektronikmärkte und viele Drogerien haben kostenlose Sammelboxen. Nutzen Sie auch die kommunale Schadstoffsammlung.

Hintergrund: Lokale Abfallberater, die kommunale Website oder das Umweltbundesamt bieten verlässliche Informationen. Angebote und Öffnungszeiten variieren regional; nutzen Sie Telefon/Online‑Suche der Kommune für die nächste Annahmestelle.