Wie entsorge ich gebrauchte Binden richtig?
Praktisch: Wickeln Sie benutzte Binden in Papier (z. B. Toilettenpapier) oder die Originalverpackung und entsorgen Sie sie im Restmüll. Verschließen Sie die Tüte bei Bedarf, um Gerüche zu reduzieren. Nutzen Sie sanitäre Abfallbehälter in öffentlichen Toiletten, wenn vorhanden.
Hintergrund: Gebrauchte Binden gelten als hausmüllige Hygieneabfälle und sollten nicht getrennt recycelt werden. Das Verpacken verhindert Verschmutzung anderer Abfälle und reduziert Gerüche. Manche Kommunen haben spezielle Hinweise — prüfen Sie lokale Regelungen.
Können Binden recycelt werden oder gehören sie in den Restmüll?
Praktisch: Binden gehören in den Restmüll; nicht in die Papier- oder Plastikrecyclingtonne. Trennen einzelner Bestandteile zuhause ist kaum möglich und verhindert kein Recycling.
Hintergrund: Binden bestehen aus mehreren, schwer trennbaren Materialien (Vlies, Zellstoff, Superabsorber, Kunststoff), oft verunreinigt mit Körperflüssigkeiten, weshalb sie technisch und hygienisch nicht recyclbar sind. Recyclinganlagen sind dafür nicht ausgelegt. Es gibt kaum marktreife Sammel- oder Recyclinglösungen für Damenhygiene im Haushaltsbereich.
Kann ich Binden in der Toilette herunterspülen?
Praktisch: Nein — spülen Sie Binden niemals in der Toilette herunter. Werfen Sie sie in den Restmüll oder in den vorgesehenen Abfallbehälter in öffentlichen Toiletten.
Hintergrund: Binden quellen im Wasser auf und verstopfen Rohrleitungen, Hausanschlussleitungen und städtische Abwassersysteme. Kosten für Rohrreinigung und Umweltschäden durch Verstopfungen sind hoch. Auch Kläranlagen sind nicht für solche Feststoffe ausgelegt.
Dürfen Binden in die Biotonne oder in den Kompost?
Praktisch: Nein — normale Binden gehören nicht in die Biotonne oder auf den Kompost. Entsorgen Sie sie im Restmüll. Nur sehr wenige speziell ausgewiesene Produkte könnten anders bewertet werden.
Hintergrund: Biotonnen und Komposter sind für organische, biologisch abbaubare Abfälle gedacht. Konventionelle Binden enthalten Kunststoffe und Superabsorber, die biologisch nicht abbaubar sind und Kompostierungsprozesse stören. Regionale Ausnahmen können gelten, prüfen Sie lokale Entsorgungshinweise.
Aus welchen Materialien bestehen Binden und wie umweltbelastend sind sie?
Praktisch: Binden bestehen meist aus einer Deckschicht (Vlies), Zellstoff, superabsorbierenden Polymeren (SAP) und oft einer Kunststoffbodenfolie. Einige haben Klebestreifen und Duftstoffe.
Hintergrund: Kunststoffanteile und SAP sind Erdöl-basierte Materialien, die sehr langsam abgebaut werden. Mikroplastik kann entstehen, und die Produktion verbraucht Ressourcen und Energie. Deshalb sind konventionelle Binden ökologisch belastender als wiederverwendbare Alternativen wie Menstruationstassen oder waschbare Stoffbinden.
Gibt es kompostierbare/biologisch abbaubare Binden und sind diese wirklich zuhause kompostierbar?
Praktisch: Es gibt Produkte, die als „kompostierbar“ beworben werden, manche mit Zertifikaten. Prüfen Sie, ob sie das Siegel „OK compost HOME“ für Heimkompostierung oder „EN 13432/OK compost INDUSTRIAL“ für industrielle Kompostierung tragen. Entsorgen Sie nur bei passender Zertifizierung entsprechend.
Hintergrund: Viele „biologisch abbaubare“ Binden benötigen industrielle Kompostierungsbedingungen (hohe Temperatur, lange Verweildauer). Ohne das richtige Verfahren verbleiben Rückstände. Heimkompostierbare Produkte sind seltener; prüfen Sie Zertifikate und lokale Kompostierungsregeln. In der Biotonne sind Herstellerangaben und kommunale Vorgaben entscheidend.
Wie entsorge ich die Verpackung und Kunststoffteile (Folien, Klebestreifen, Plastikteile)?
Praktisch: Karton- und Papierverpackungen gehören in die Papiertonne. Plastikfolien, Einzelverpackungen und Klebestreifen gehören in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack bzw. in die Kunststoffsammlung, sofern sauber. Kleine lose Plastikteile ohne Sortiermöglichkeit gehören in den Restmüll.
Hintergrund: Verpackungsrecycling ist abhängig von Materialart und Sauberkeit. Dünne, kontaminierte Folien werden oft nicht verwertet. Entfernen Sie, wenn möglich, saubere Kartonumverpackungen und entsorgen Sie Verunreinigtes als Restmüll. Kommunale Unterschiede: Manche Gemeinden verlangen andere Trennung.
Gibt es Sammel‑/Rücknahmeprogramme, einen finanziellen Wert beim Recycling oder rechtliche Vorgaben (z. B. bei Infektionen)?
Praktisch: Für Binden gibt es kaum flächendeckende Sammel- oder Rücknahmeprogramme; ein finanzieller Wert beim Recycling besteht nicht. Bei infektiösen Erkrankungen Haushalte: weiter Restmüll; besondere medizinische Abfälle gelten nur für Praxen und Kliniken.
Hintergrund: Hygieneartikel sind meist kontaminiert und technisch schwer zu recyceln. Es gibt punktuelle Pilotprojekte oder private Rücknahmeaktionen einzelner Marken, aber keine breite gesetzliche Verpflichtung. Medizinische Sonderregelungen betreffen professionelle Gesundheitsabfälle — nicht den normalen Haushaltsmüll. Fragen Sie Ihre Kommune nach lokalen Programmen.