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Wohin bringe ich alte Armaturen (Waschbecken-/Bad-/Küchenarmaturen) zur Entsorgung — Wertstoffhof, Schrotthändler, Sperrmüll oder Restmüll?
- Praktisch: Bringen Sie Armaturen am besten zum Wertstoffhof oder zum Schrotthändler. Große Mengen oder sehr schwere Teile sind beim Schrotthändler sinnvoll, kleine Mengen beim lokalen Recyclinghof.
- Alternative: Sperrmüll nehmen manche Gemeinden nur in Sperrguthaufen an, ist aber oft ungeeignet — fragen Sie Ihre Kommune. Restmüll ist nur im Ausnahmefall (z. B. nicht trennbarer Mischabfall) zulässig.
- Warum: Armaturen bestehen meist aus Metall (Messing, Edelstahl) und gehören in die Metall- bzw. Schrottsammlung, nicht in den Restmüll. Regionale Regeln können abweichen — prüfen Sie lokale Abfallinformationen.
Muss ich Armaturen vor der Abgabe demontieren (z. B. Schläuche, Keramikscheiben, Dichtungen) oder können sie komplett abgegeben werden?
- Praktisch: Kleinere Zusatzteile (Schläuche, Kunststoffteile, Dichtungen) können Sie entfernen, größere Metallteile können komplett abgegeben werden. Wenn möglich: Batterien/Akkus aus elektronischen Armaturen vorher entfernen.
- Warum: Schrotthändler zahlen besser für sortenreines Metall; Kunststoff, Gummi und Keramik verringern den Preis. Viele Wertstoffhöfe akzeptieren komplette Armaturen und sortieren vor Ort. Ausnahmen: Manche Höfe verlangen Vormontage — informieren Sie sich vorher.
Enthalten Armaturen Schadstoffe (z. B. Blei in Messinglegierungen, gesundheits- oder umweltgefährdende Substanzen), die eine besondere Entsorgung erfordern?
- Praktisch: Alte Armaturen aus älteren Installationen können Spuren von Blei oder anderen Legierungsbestandteilen enthalten. Bringen Sie sehr alte Armaturen (vor 1990 bzw. bei Bleiverdacht) zum Wertstoffhof und melden Sie den Verdacht.
- Warum: Modernes Sanitärmessing unterliegt strengeren Grenzwerten, doch alte Stücke können erhöhte Metallwerte aufweisen. In der Regel erfordern sie keine Sondermüllentsorgung, doch bei sichtbaren Schadstoffen oder Unsicherheit kann die kommunale Schadstoffannahme beraten.
Gelten für elektronische oder berührungslose Armaturen (mit Sensoren/Akkus/Batterien) andere Entsorgungsregeln (Elektroaltgerätegesetz)?
- Praktisch: Ja — berührungslose Armaturen mit Elektronik, Akkus oder Batterien gelten als Elektroaltgeräte. Vor Abgabe: Batterien/Akkus entfernen und gesondert abgeben (Batteriesammelstellen oder Schadstoffannahme).
- Warum: Nach dem ElektroG müssen Elektrogeräte getrennt gesammelt und fachgerecht recycelt werden. Viele Wertstoffhöfe oder Händler nehmen Elektroaltgeräte an; bei Unsicherheit fragen Sie den Recyclinghof oder bringen das Gerät zum Elektronik-Altgerätesammelpunkt.
Nehmen Baumärkte, Sanitärfachhändler oder Hersteller alte Armaturen zurück (Rücknahmepflichten / freiwillige Rücknahme)?
- Praktisch: Manche Sanitärfachhändler oder Installationsbetriebe nehmen Altarmaturen zurück, besonders wenn Sie dort neue bestellen oder eine Montage beauftragen. Baumärkte nehmen selten ohne Erwerb zurück — fragen Sie vorher.
- Warum: Es gibt keine flächendeckende gesetzliche Rücknahmepflicht für Armaturen ohne Elektronik; bei Elektronik greift das ElektroG. Hersteller bieten gelegentlich Rücknahmen oder Recyclingprogramme an — prüfen Sie Produktinformationen oder fragen den Händler.
Wieviel sind alte Armaturen beim Schrotthändler wert (Messing-/Edelstahl-Anteil) — lohnt sich die Anlieferung finanziell?
- Praktisch: Kleinmengen bringen oft nur wenige Euro ein. Messing/Neusilber ist wertvoller als Edelstahl; der Preis schwankt je nach Metallpreis und Reinheit. Vor Anfahrt nachfragen, ob sich der Aufwand lohnt.
- Warum: Schrotthändler zahlen pro Kilogramm und sortieren nach Legierung. Abzüge für Kunststoff, Keramik und Mischmaterialien reduzieren den Preis. Bei größeren Mengen oder vielen Armaturen kann sich die Anlieferung lohnen; für Einzelstücke eher nicht.
Wie umweltfreundlich ist das Recycling von Armaturen — welche Materialien werden wiederverwertet (Messing, Edelstahl, Keramik, Kunststoff) und wie hoch ist der Nutzen?
- Praktisch: Metallteile (Messing, Kupfer, Edelstahl) werden fast vollständig recycelt und sollten getrennt gesammelt. Keramik und Porzellan können zerkleinert und als Baustoff genutzt werden; Kunststoffe werden sortiert und meist mechanisch verwertet.
- Warum: Metallrecycling spart Energie, Rohstoffe und CO2 gegenüber Primärproduktion (insbesondere bei Messing/Kupfer). Keramik/Porzellan sind weniger wertvoll, aber stofflich nutzbar. Recycling reduziert Deponiebedarf und Umweltauswirkungen deutlich.
Gibt es praktische Tipps zur Vorbereitung (Entkalken, Ablaufen lassen, Wasseranschluss schließen), oder kann ich defekte Armaturen sinnvoll wiederverwenden/verschenken?
- Praktisch: Vor der Demontage Wasserzufuhr sperren, Leitung entleeren und Fotos für Wiederverkauf machen. Entkalken und Reinigung erhöhen die Wiederverkaufschance. Entfernen Sie Batterien/Akkus vor Abgabe.
- Warum: Viele Armaturen sind mit neuen Dichtungen oder Kartuschen wieder nutzbar; Ersatzteile sind oft günstig. Defekte Teile können zum Bautausch, an Sozialkaufhäuser oder kostenlose Plattformen (z. B. eBay Kleinanzeigen) gegeben werden. Regionale Gebrauchtzentren (ReUse) nehmen oft noch verwertbare Teile an.